+++ 12x Gold, 20x Silber & 14x Bronze bei den NDM in Braunschweig +++ Potsdam nun doch kein Bundesstützpunkt Schwimmen???+++

----- OFFENER BRIEF DER ELTERN -----

Stand 07. April 2017

Sehr geehrte Frau Madeja,

mit Bestürzung verfolgen die Eltern der Schwimmer der Elite-Schule des Sports die hitzige Debatte um den Bundesstützpunkt Schwimmen in Potsdam.

Dabei haben wir vor allem folgende Fragen und Sorgen zusammentragen können und bitten um Ihre Stellungnahme:

- Ist der LSV seinen Mitgliedern gegenüber verpflichtet für sie die bestmögliche Lösung zu finden, wirtschaftlich wie sportlich?
- Warum und von wem wurde die Kooperations-Vereinbarung abgelehnt?

Laut den Vorgaben des DOSB sollen Kadersportler nur noch an einem BSP trainieren.
- Wie gestalten sich die sportlichen Perspektiven durch Ihre Ablehnung?
- Was passiert mit den jetzigen Sportlern, die durch die Schulstreckung gar nicht umgeschult werden können und wie sieht die Zukunft der jüngeren Jahrgangsstufen aus?
- Übernimmt der LSV die wirtschaftliche Verantwortung, wenn Eltern aus dieser Entscheidung heraus Ansprüche an ihre jeweiligen Vereine stellen?
- Wie sieht die Zukunft des Leistungssports Schwimmen im Allgemeinen aus? Wird es so sein, dass in 2017 das letzte Mal im Leistungssport Schwimmen eingeschult wird und nur noch die jetzige 9./10.Klasse ihr Abitur abschließen kann?
DANN wird es perspektivisch keinen Leistungssport Schwimmen an der Elite-Schule des Sports mehr geben.

Für die Potsdamer stellt sich die Frage, übernehmen Sie die ca. 200T€ Sportstättenzuschüsse, wenn es keinen BSP und keine Leistungsschwimmer mehr gibt? Oder wird dann nur noch der Schulsport über das Ministerium abgesichert?
Vergessen Sie nicht, die hier lebenden schwimmbegeisterten Menschen, vom Rentner, Grundschüler bis zu den Kindergartenkindern.
Ihre Aussage, einer der besten dt. Trainer habe sich um die Stelle beworben…, wen meinen Sie?  Jörg Hoffmann ist der Einzige, der seit 2009 die meisten internationalen Erfolge verbuchen konnte, warum hat der LSVB nicht zugestimmt? Warum möchten Sie entscheiden, wer BSP-Trainer wird?  Im realen Leben entscheidet der Arbeitgeber und damit der Geldgeber, wer eingestellt wird.
Geht es hier um persönliche Macht- und Interessenlagen und nicht um die sportliche und wirtschaftliche Weiterentwicklung des Sportlandes Brandenburg?


Müssen wir hilflos zusehen? Wir können keine Lösungsansätze erkennen, in denen das Ziel der BSP Potsdam ist, vielmehr äußern Sie sich über die Print-Medien und Facebook in einem für eine Führungsperson nicht angemessenem Stil.

Die persönlichen Äußerungen Frau S. Madejas, Präsidentin des LSVB, gegen den Trainer Jörg Hoffmann zeigt, dass die inhaltliche Ebene von ihr schon lange verlassen wurde.
Wir sehen, dass es am Ende des Machtkampfes nur Verlierer geben wird.
Haben Sie das Ziel, den Schwimmsport in Brandenburg zu fördern, aus dem Blickfeld verloren?

Wie bekommen die Vereine, die Sportler und ihre Familien, die eine wesentliche wirtschaftliche Last tragen, die Sicherheit zurück, dass ihre Entscheidung in Potsdam zu trainieren, die richtige war?

Sicherlich ist es eine der schwersten Aufgaben Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und dabei noch allen gerecht zu werden.

Viele Akteure, viele Meinungen, verschiedene Argumente, wer hat den Mumm, die richtige Entscheidung zu treffen?

„Es recht zu machen jeder Mann, ist die Kunst, die keiner kann“

Wir verstehen den hohen Druck, der derzeit auf Ihnen lastet und wollen versuchen mit unseren Fragen und Sorgen einen Beitrag zu leisten, der es Ihnen erleichtert, die richtige Entscheidung zu treffen: „Potsdam wird Bundesstützpunkt“

Elternvertreter aller Jahrgänge der Sportschule Potsdam

und Eltern betroffener Schwimmer